Dresden 2001

Wer sich erinnert, bei der Chorfahrt nach Dresden gab es im Vorfeld viele Fragen an den Organisator Volker Rahn, es ging um Kopfkissen, Handtücher, Abfahrtsorte, Seitenzahlen im Micheelsen und viele andere wichtige Dinge mehr. Als Volker bekannt gab, dass wir auch in der Frauenkirche singen würden, rutschte ihm zur großen Erheiterung des Chores, schon ganz durcheinander von den vielen Fragen, ein „wir singen in der Frauenklinik“ heraus. Im Anschluss an die Chorprobe erhielt ich dann von Volker folgendes Fax:

Liebe Gabi,
könntest du bitte den Wasserhahn dort oben abstellen? Danke!
Wir fahren heute um 15.30 Uhr, ach nein, um 14.30 Uhr nicht vom ZOB, sondern vom Hagenmarkt
ab nach Osten (Dresden). Wie du weißt, singen wir dort in der Frauenklinik.
Übrigens, Bettwäsche brauchst du neben der Leibwäsche nicht. Bringe möglichst großes Kopfkissen unter dem Arm mit. Solltest du jemals duschen, denke an das kleine Gästehandtuch. Noch etwas: die Notenseiten 20 ½ bis 25 ½ kannst du nach dem ersten Durchgang herausreißen, es sei denn, du willst unbedingt die Wiederholung solistisch gegen den Chor singen.
Hoffentlich isst du Fisch, denn du bist nicht bei den Vegetariern. Tut mir Leid, in der Oper sitzt du ganz oben in der letzten Reihe.
Rückkunft in Braunschweig gegen 24 Uhr. Macht doch wohl nichts! Na, dann viel Spaß!
Deine Chorgeschwister
P.S. Geld ist futsch, jeder muss für sich selbst auskommen.
Noch etwas! Im Bus ist es immer unten so dunkel, bleib’ also oben.

Gabi Kaufmann